Über mich - Caroline

Vom Insekt über das Klassenzimmer zum Hund – ein Weg, der Sinn ergibt.

Als Biologin habe ich gelernt, genau hinzuschauen. Als Lehrerin habe ich gelernt, zu erklären. Und als Halterin eines Tierschutzhundes habe ich gelernt, was Geduld bedeutet.

Meine Verbundenheit zur Natur begann früh. Schon als Kind faszinierte mich alles, was krabbelt und wächst. Der Wunsch nach einem eigenen Hund musste jedoch warten, da in meiner Familie starke Hundeangst herrschte. Stattdessen teilte ich mein Leben mit Katzen, Mäusen und Insekten – eine Zeit, die mich lehrte, Rücksicht auf die Grenzen und Ängste anderer zu nehmen.

Diese Faszination für das Lebendige führte mich beruflich zunächst in die Wissenschaft. Ich studierte Biologie und arbeitete in der Forschung, spezialisiert auf die Ökologie und Sinnesphysiologie von Insekten. Dort schulte ich meinen Blick für das Detail: Wie nehmen Lebewesen ihre Umwelt wahr? Wie reagieren sie auf Reize?

Doch das Leben ist Veränderung. Nach meiner Zeit in der Forschung wechselte ich das Berufsfeld, bildete mich zur Gymnasiallehrperson weiter und unterrichte seit 2011 als Lehrperson für Biologie und Naturwissenschaften an der Fachmittelschule in Brig.

Als 2019 endlich die Lebensumstände passten, zog ein 7-jähriger Rüde aus dem Tierschutz bei mir ein. Er brachte sein eigenes "Gepäck" mit: Unsicherheit, Skepsis und einige Ängste. Er wurde mein wichtigster Lehrmeister. Um ihm die Sicherheit zu geben, die er brauchte, wollte ich ihn ganzheitlich verstehen. Das war der Startschuss für meine Ausbildung zur Hundetrainerin, die ich 2025 erfolgreich abschliessen durfte.

Heute fliessen all diese Erfahrungen in meine Arbeit ein: der analytische Blick der Wissenschaftlerin, die Didaktik der Lehrerin und das Einfühlungsvermögen der Hundehalterin. Mein Herzensanliegen ist ein fairer, bedürfnisgerechter Umgang mit unseren Hunden – damit aus Skepsis Vertrauen werden kann.